Pfarre Garsten

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Am Platzl 2

4451 Garsten


Tel.:
07252/54196-0
Fax:
07252/54196-23

Email:
pfarre.garsten(at)dioezese-linz.at

Kanzlei:
Montag: 9 - 12
Mittwoch: 7.30 - 12
Donnerstag: 9 - 12
und 14 - 17
Freitag: 9 - 12

 

Die Bedeutung des Stiftes Garsten für die Eisenwurzen


Als Eigenkloster der Otakare von Steyr 1082 als Kanonikerstift gegründet, umfaßte sein Seelsorgebereich später den gesamten Bereich zwischen dem Ennstal bis Weyer / Gaflenz und dem Steyrtal bis Molln / Frauenstein. Mit Berthold I. wurde Garsten 1111 selbständige Benediktinerabtei nach dem Vorbild des strengen Reformklosters St. Blasien im Schwarzwald. Seine Mönche gründeten entlang der Flüsse Seelsorgestationen, um das gesamte noch unerschlossene Gebiet zu christianisieren und zu kultivieren.

Der im 13. Jahrhundert einsetzende Eisenhandel bescherte dem Stift und seinem Seelsorgegebiet nicht nur wirtschaftlichen Aufschwung sondern auch das Eindringen häretischer Bewegungen wie die Waldenser.
Nach streunenden Türkenscharen und unzufriedenen Bauernhaufen war es im 16. Jahrhundert vor allem die Lehre Martin Luthers, die das Stift beinahe in den Ruin getrieben hätte.

Abt Roman Rauscher leitete 1677 den Neubau der barocken Stiftskirche ein. Das Werk von Pietro Francesco und seinem Sohn Carlo Antonio Carlone gedieh zu einem Juwel des Hochbarock Österreichs von überzeugender Geschlossenheit.

Die Räumlichkeiten des Stiftsmuseums umfassen die Losensteinerkapelle und den Annagang mit den einzigartigen Epitaphen der Losensteiner, den lichtdurchfluteten Sommerchor mit dem riesigen Kreuzigungsbild Reslfeldts und dem Chorgestühl M. Rittingers, den Bertholdraum mit der Äbtegalerie und dem Kapitelsaal.

Nach Themen und Inhalten gegliedert, versucht das Museum, die kulturhistorische Bedeutung des Stiftes Garsten von seinen Anfängen bis zu seiner Aufhebung in möglichst differenzierter Form aufzuarbeiten. Garsten als Eigenkloster der Otakare, als Grundherrschaft und religiöses Zentrum der Pyhrn - Eisenwurzen, als Mittelpunkt der Wissenschaft und des Kunsthandwerks, als Barockstift mit seiner Bedeutung für das Kunstschaffen in den inkorporierten Pfarreien.